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Die Große Brennnessel - Ein wildwachsendes Superfood (Teil 2)

DSC 0064Im Frühjahr haben wir Euch bereits die Große Brennnessel ausführlich in einem Blogbeitrag vorgestellt.

Hier haben wir bereits einiges über die Brennnessel für Euch zusammengefasst, neben den Heilwirkungen, auch den Einsatz der Brennnessel in der Küche und warum man die Brennnessel als Superfood bezeichnen kann. Im Blogbeitrag Teil 1 findet Ihr auch bereits einige leckere und einfache Rezepte.

Wir möchten Euch diesmal mit einem  Videospot noch mehr Lust auf die Brennnessel machen, damit ihr auch die Hemmschwelle beim Sammeln verliert. Wie man dies macht, wird im Videospot gezeigt. 

 

 

 

Wir möchten Euch jedoch mit diesem Blogbeitrag ein paar mehr Infos zu den Brennnesselsamen mitgeben. Denn unser Anliegen ist ja, dass wir Euch zeigen wollen, wie man die exotischen Superfoods wie Chia-Samen oder Acai-Beere, wo man oft gar nicht weiß, wo sie herkommen, wie sie produziert werden und und und, durch wildwachsende Superfoods, die direkt vor unserer Haustüre wachsen, ersetzen kann. Deswegen möchten wir Euch heute die Brennnesselsamen anstatt der Chia-Samen schmackhaft machen.

 

Ernte der Brennnesselsamen

DSC 0077Im Spätsommer verändert sich die Erscheinung der Brennnessel – hier ist die Brennnessel geprägt von ihrem eiweißreichen Superfood, nämlich den Samen. Es gibt die männlichen und weiblichen Samenstände. Als Superfood nimmt man die weiblichen Samen, die erkennt man sehr gut daran, dass sie herabhängen, wie auf dem Bild rechts. Die Blütenstände der männlichen Pflanzen stehen vom Stängel horizontal ab. Wir ernten die Samen der weiblichen Pflanzen im Herbst, wenn Sie bräunlich eingefärbt sind. Es heißt, der Nährstoffgehalt ist dann höher.

Am besten ihr erntet die Brennnessel mit dem gesamten Samenstand und legt sie auf Baumwolltücher zum Trocknen. Denn dann kann man die Samen einfach abrebeln und man muss sie nicht einzeln von der Pflanze herunterpflücken. Das übrig gebliebene Kraut einfach ab auf den Kompost geben oder man nutzt es noch als Mulchmaterial.

 

Wirkungen der Brennnesselsamen

Aber nun, was ist jetzt das Besondere an den Brennnesselsamen. Natürlich, die Chia-Samen haben auch den Anspruch auf den Namen Superfood, aber uns geht es um die regionalen Superfoods, die es auch noch umsonst in der wilden Natur gibt. Wer jetzt keine passenden Plätzchen vor seiner Tür hat, denn beliebte Hundestrecken usw. sollte man natürlich beim Sammeln vermeiden, kann man die Brennnesselsamen auch im Bioladen seines Vertrauens kaufen.

Die Samen enthalten Proteine, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe, u. a. B-Vitamine, Vitamin C, E, K, Calcium, Zink, Kupfer und Antioxidantien. Letztere unterstützen den Körper bei der Zellerneuerung und bekämpfen die freien Radikale. Was das ist, haben wir bereits im Blogbeitrag bei der Aroniabeere erklärt.

Die Brennnesselsamen haben durch die genannten Inhaltsstoffe eine Vielzahl von weiteren Wirkungen. Ganz besonders zu erwähnen ist die anregende Wirkung und sie helfen bei Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Dies ist schon mal ein sehr gutes Argument, um die Samen morgens über das Müsli zu streuen.

Bei den Brennnesselblättern haben wir auch bereits die entgiftende Wirkung kennengelernt. Diese sollen auch die Samen besitzen.

Eingesetzt werden die Samen in der Naturheilkunde auch bei Rheuma, Gicht oder Athritis.

Wichtig ist auch zu wissen, v. a. wenn es um die Dosierung geht, dass die Samen auch eine anregende Wirkung haben – sozusagen könnte es als natürliches Aphrodisiaka benutzt werden.

 

Verwendung in der Küche

Die Brennnesselsamen sind in der Küche sehr einfach und sehr vielseitig verwendbar. Man kann sie über Salate, Gemüse, Kartoffeln oder über das Müsli streuen. Ihr könnt Sie auch in eure grünen Smoothies hineingeben oder ins Joghurt und Quark geben. Ganz toll sind auch Frischkäseröllchen gerollt in Brennnesselsamen.

Ein Tipp von unserer lieben Karin Holleis, die ihr Wissen bei uns in Kursen sehr gerne weitergibt, ist das Rösten der Brennnesselsamen mit Brennnesselsamen im Verhältnis 1:1 in Butter. Da läuft doch bereits das Wasser im Mund zusammen.

Aber bitte beachten: Man kann die Samen rösten, aber sie sollten nicht über 70 °C erhitzt werden, ansonsten verlieren sie die vielen wertvollen Inhaltsstoffe.

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Wir haben uns an einem Granola-Rezept versucht. Das tolle daran ist, man kann dieses Rezept komplett mit regionalen Produkten kreieren oder sogar mit Selbstgemachtem aus der Kräuterküche kombinieren. Wir lassen uns das Rezept bereits seit längerem schmecken und können es wirklich sehr empfehlen.

Ihr braucht folgende Zutaten:

2 TL Rapsöl

1 TL Honig (vegane Alternative wäre Ahornsirup, aber haben wir noch nicht probiert!)

1 TL Löwenzahnblütensirup (Vielleicht habt ihr ja noch andere leckere wilde Sirupe zu Hause, die ihr nehmen könnt.)

2 TL Brennnesselsamen

100 g Dinkel- oder Haferflocken

80 g Nüsse (hier wären natürlich Walnüsse vom eigenen Baum optimal)

50 g Kerne (z. B. Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen usw.)

Wir haben unser Granola im Backofen gemacht. Dafür den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Haferflocken, Nüsse und Kerne vermengen, das Rapsöl, den Honig und den Sirup dazugeben. Die ganze Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und verteilen. 10 Minuten backen, dann etwas wenden und noch einmal ein wenig backen. In dieser Zeit geht ihr am besten nicht vom Ofen weg, denn der Grad bis zum Verbrennen ist hier verschwindend gering. Hier müsst ihr einfach selber schauen, welchen Knuspergrad ihr wünscht.

Das Granola ein wenig abkühlen lassen und dann die Brennnesselsamen darüber streuen und miteinander alles vermengen. So vergisst man in der Früh schon mal nicht mehr die Samen extra über das Müsli zu streuen.

 

Variante mit Schokolade

Natürlich haben wir das obige Rezept noch als schokige Variante ausprobiert.

Ihr braucht folgende Zutaten:

2 TL Rapsöl

4 TL Honig (vegane Alternative wäre Ahornsirup, aber haben wir noch nicht probiert!)

1 TL Kakaopulver

50 g Schokolade (Eure liebste natürlich!)

2 TL Brennnesselsamen

100 g Dinkel- oder Haferflocken

80 g Nüsse (hier wären natürlich Walnüsse vom eigenen Baum optimal)

50 g Kerne (z. B. Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen usw.)

Ihr verfahrt genauso wie oben, nur das ihr vor dem Backen noch den Teelöffel Kakaopulver der Mischung unterhebt. Nach dem Backen sollte man das Ganze auch ein bisschen abkühlen lassen, aber so, dass man die 50 g geraspelte Schokolade noch untermischen kann und sie schön zerläuft. Danach gebt ihr wieder die Brennnesselsamen dazu.

Wir haben oft gelesen, dass man Granola nach 2 bis 3 Wochen aufbrauchen sollte. Wir haben extra von beiden Rezepten etwas übrig gelassen, damit wir dies mal beobachten können. Und siehe da, wir haben dies bereits Mitte Mai für euch ausprobiert und das Granola ist noch nicht pappig oder Ähnliches geworden.

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Hier unser prachvoller Brennnesselbestand im Beet nach der Hildegard von Bingen.

 

 

Wichtiger Hinweis: Die in dem Artikel enthaltenen Informationen wie Anwendungsvorschläge, Rezepte, Angaben wurden nach aktuellen Wissensstand sorgfältig recherchiert, erfolgen aber ohne Gewähr. Es bleibt in der alleinigen Verantwortung des Lesers, die Angaben aus dem Artikel einer eigenen Prüfung zu unterziehen. Werden Methoden und Rezepte aus diesem Artikel angewendet, dann geschieht dies auf eigene Verantwortung und Haftung. Die Informationen ersetzen keinesfalls eine ärztliche Diagnose oder Therapie.

Stiftung KuBZ Abtei Waldsassen in Zusammenarbeit mit Brunner Sabine und Müller Cornelia (2019): Faszination Kräuterwissen: Heilpflanzen, Anwendungen und Rezepte aus dem Klostergarten. Buch- und Kunstverlag Oberpfalz in der Battenberg Gietl Verlag GmbH. Regenstauf

Hirsch Siegrid, Grünberger Felix (2018): Die Kräuter in meinem Garten. Kopp Verlag. Rottenburg

https://www.kostbarenatur.net/gesunde-brennnesselsamen-ernten-und-anwenden/

https://utopia.de/ratgeber/brennnesselsamen-wirkung-anwendung-und-ernte/

 

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