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Oxymel als Superfood!?

DSC 0322Oxymel – ein Begriff über den der ein oder andere vielleicht schon einmal gestolpert ist. Wenn man den Begriff das aller erste Mal hört, wirkt er zunächst etwas befremdlich auf einen, ja sogar exotisch, könnte man sagen. Aber wir reden hier bei weitem nicht von exotischen, sondern von alltäglichen Dingen, die wir alle nur zu gut kennen – nämlich von Honig und Essig.

Vorab: Ihr werdet beim Lesen merken, dass es, man kann schon fast sagen, eine Liebeserklärung an die Oxymele wurde. Deshalb wurde der Artikel auch ein bisschen länger ;-) Und es gibt immer noch so viel was man dazu sagen kann. Wir bleiben auf jeden Fall an diesem Thema dran!

Der Name Oxymel leitet sich aus den griechischen Begriffen oxy = sauer, oxos = Essig und meli = Honig ab, so kann man zu Oxymel auch Sauerhonig sagen. In den einzelnen Zutaten stecken bereits große Kräfte, in der Medizingeschichte wird dem Gemisch sogar sagenhafte Kräfte zugeschrieben, nicht nur bessere Wirkungen, vor allem auch eine höhere Extraktionskraft für die überaus für den Menschen lebenswichtigen Pflanzeninhaltsstoffe, die wir den Wildkräutern mit Hilfe eines Basis-Oxymels entlocken möchten.

Bevor wir in die Herstellung von Oxymel einsteigen, möchten wir kurz auf die Bedeutung der beiden wichtigsten Grundzutaten eingehen.

 

Honig ist eines der ältesten Arzneimittel der Geschichte

Honig, das süße Bienensekret, ist der zentrale Inhaltsstoff von Oxymelen. Wir werden nicht die Entstehung von Honig erklären. Wir möchten aber kurz darüber aufklären, woher eigentlich die vielen Honigsorten kommen, da diese für die Zubereitung von Oxymel mit Wildkräutern wichtig ist.
Ihr kennt bestimmt Akazienhonig, Blütenhonig, Lindenblütenhonig und wie sie alle heißen. Ob bei Schulklassen oder Workshops für Erwachsene machen wir gerne als kleinen Exkurs eine Verkostung von Honigsorten, meist verbunden mit einem großen Aha-Erlebnis. Denn bei den verschiedenen Honigsorten wird dem Honig nichts hinzugefügt, es handelt sich um ein wahres Naturprodukt.
Die verschiedenen Honigsorten entstehen bei dem überaus bedeutungsvollen Protagonisten, besser gesagt bei den Protagonistinnen, ohne die eine wichtige Zutat fehlen würde – nämlich bei den Bienen, bei den weiblichen Bienen -  den Arbeiterinnen.
Auch wenn es sich plakativ anhört: Ohne Bienen kein Essig, kein Honig und somit auch kein Oxymel. Spinnen wir es weiter, gäbe es auch unsere geliebten Wildkräuter nicht, mit denen wir unsere Oxymele noch eine höhere Stufe auf der Treppe der Heil- und Genussmittel setzen werden.
Die Arbeiterinnen in einem Bienenstock haben zahlreiche Aufgaben, vom Putzen, Füttern der Jüngsten bis zum Bewachen auch das Sammeln von Nektar von Blütenpflanzen bzw. Honigtau, aus diesem die Bienen in einem komplexen Prozess letztendlich Honig, ein heilsames Naturprodukt, schaffen. Die unterschiedlichen Honigsorten entstehen durch das Sammeln der "Rohstoffe" auf weiter Flur bei den verschiedenen Trachtpflanzen. Imker/-innen stellen z. B. Bienenstöcke in der direkten Nähe von Lindenbäumen auf, um so einen Lindenblütenhonig schleudern zu können. Für den Blütenhonig, der erste Honig im Jahr, der bei uns geschleudert wird, können die Bienen den Nektar und Pollen von den Frühlingsblühern wie dem Löwenzahn und von den Rapsfeldern sammeln. Daher ist dieser auch recht hell. Ihr seht, die Sorte eines Honigs setzt sich immer aus den gesammelten "Rohstoffen" der Bienen zusammen. Mehr dazu unter folgenden Link: http://www.bee-careful.com/de/initiative/honigsorten/

 

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Für die Oxymele verwendet ihr am besten einen Honig von euren regionalen Imkern. Für Blüten und um zartere Aromen einzufangen empfiehlt sich ein Akazien- oder Blütenhonig, diese haben einen neutraleren Geschmack. Bei der Zugabe von Kräutern haben wir unseren Sommerblütenhonig verwendet. Falls ihr mit Gewürzen und Kräuter, die einen intensiven Geschmack haben, Oxymele ansetzen wollt, dann nehmt lieber dunklere Honige wie den Waldhonig.

Über 180 verschiedene Inhaltsstoffe

Honig enthält über 180 verschiedene Inhaltsstoffe, darunter Zuckerarten, Aminosäuren, Enzyme, ätherische Öle und Vitamine. Honig wirkt wärmend, reizlindernd, auswurfsfördernd, antiseptisch, antioxidativ, antibakteriell, wundheilend, entzündungshemmend, beruhigend, konzentrations- und verdauungsfördernd.

Kommen wir nun zum Essig: Wie unser Honig gehört auch der Essig zu den ältesten Arzneimitteln. Essig, wie man sich schon denken kann, ist ein säurehaltiges Naturprodukt. Man kann einen Essig sogar ganz einfach selbst herstellen. Man muss nur Geduld haben! Aber dazu kommen dieses Jahr noch einige Tipps. Essig enthält Enzyme, Antioxidantien, Mineralstoffe, Vitamine, Ballaststoffe und Spurenelemente. Je nach Essigart variieren auch die Inhaltsstoffe. Im Gegensatz zum Honig wirkt Essig kühlend und zusammenziehend, aber auch fiebersenkend und wirkt sich positiv auf die Arbeit unserer Verdauungsorgane aus. Für die äußerliche Anwendung ist Essig auch ein wahres Wundermittel. Essig hat eine antiseptische, antibakterielle und antimykotische Wirkung. Einsetzen kann man den Essig bei Sonnenbrand, Schwellungen, Entzündungen, Wunden und Ödemen.

Empfehlenswerte Essigarten sind Apfel-, Wein-, Honig-, Frucht- und Reisessig. Die Essige sollten aus ursprünglichen Naturprodukten hergestellt sein, naturbelassen, in Bio-Qualität und frei von Zucker, Farb- und Konservierungsstoffen sein.

 

Warum wir uns mit Oxymel beschäftigen?

Warum sind wir so begeistert von Oxymel? Warum haben wir uns entschieden, dass wir in die Materie tiefer einsteigen? Wir haben uns bereits mit Oxymel-Rezepturen beschäftigt, als die Idee des neuen Wahlfaches an der Mädchenrealschule Abtei Waldsassen hier vor Ort geboren wurde – die Perlentaucher 2.0. Oxymel ist eine wunderbare Methode zur Konservierung von Kräutern, eine Extraktionsmethode, die leicht herzustellen ist und aufgrund der Zutaten von Honig und Essig auch für die Kinder geeignet, und damit können auch unsere Perlentaucher die Extraktionsmethode sich zu Eige machen.

Und was uns besonders dieses Jahr interessiert, sind die regionalen wildwachsenden Superfoods. Oxymele kann man so leicht in die alltäglichen Speisen integrieren oder als isotonisches Sportgetränk nutzen. Die Oxymele können für Salatdressings für eine besondere Note genommen werden, überall wo es süßsauer gewünscht wird z. B. bei Süßspeisen und natürlich sind die Oxymele gleichzeitig super als Erfrischungsgetränk einsetzbar.
Zum Oxymel passt der Satz vom griechischen Arzt Hippokrates von Kos: „Deine Nahrung soll deine Medizin und deine Medizin deine Nahrung sein.“ Genuss- und Heilmittel in einem! Kombinierbar mit den verschiedensten Heilpflanzen, um kleine Wehwehchen zu behandeln oder zur Immunstärkung.

Uns hat hier vor allem die Experimentierfreude gepackt, da die Möglichkeiten unendlich sind. Nicht nur bei der Verwendung, sondern vor allem bei der Zusammenstellung von möglichen Heilpflanzen mit unterschiedlichen Honig- und Essigsorten und Verhältnissen. Und was uns auch sehr begeistert, man bekommt alles regional oder kann die Zutaten sogar selbst „herstellen“ bzw. dazu beitragen. Gut, beim Honig brauchen wir noch tausende andere Helferinnen, aber wer wirklich die gesamte Wertschöpfungskette so transparent wie möglich nachvollziehen möchte, dann gibt es hier zumindest die Möglichkeit.

Und natürlich, so wie es vielen geht, die die Welt der Kräuter bereits für sich entdeckt haben, möchten wir den Frühling und den Sommer "konservieren". Die Düfte, die Geschmäcker - das Gefühl möchte doch jeder hin und wieder bei einem kalten regnerischen Tag oder sogar mit Seltenheitswert gepriesene Schneegestöber aus dem Schrank holen, oder nicht? Dann gibt es natürlich auch im Sommer die Momente, dass man gerne etwas Erfrischendes zum Trinken möchte, aber nicht ständig auf das Wasser zurückgreifen möchte, geschweige denn auf Zuckerbomben, man hat aber gerade auf die Schnelle die Kräuter für eine Limo nicht zur Verfügung oder es muss schnell gehen, da sich plötzlich unerwarteter Besuch angekündigt hat. Mit den Oxymelen ist ganz leicht eine süßsaure gesunde Limonade frei von Weißzucker und Zitronensäure zubereitet. Einfach je nach Geschmack das Oxymel mit Mineral- oder Leitungswasser vermengen. Meist reicht ein Esslöffel auf ein Glas.

 

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Die Blüten der Schlehe spielt eine Rolle bei unserem Blütenduft-Oxymel.

 

Basis-Oxymel als Grundlage für das Experimentieren

Zunächst haben wir uns ein Basis-Oxymel gemischt, das die Grundlage für die weiteren Rezepte ist. Wir haben uns bei dem Verhältnis für das Basis-Oxymel an den griechischen Arzt Galen orientiert. Er hat bereits angegeben, dass Oxymel mit drei Teilen Honig und einem Teil Essig zubereitet wird. Das Grundrezept wird auch als einfaches Oxymel oder Oxymel simplex bezeichnet. Bereits das einfache Oxymel wirkt u. a. stoffwechselanregend, verdauungsfördernd, entzündungshemmend, immunstärkend, desinfizierend, fiebersenkend, antibakteriell und vitalisierend.

Oxymele besitzen ein breites Feld von Wirkungen: als sanfte Naturmedizin, als Tinktur ohne Alkohol, für das Wohlbefinden, als natürliches Nahrungsergänzungsmittel, in der Gesundheitsküche als Ersatz für Weißzucker und Zitronensäure und als Konservierungsmethode.

In einem alten Arzneibuch aus dem 16. Jahrhundert wird das Oxymel wirklich so hochgepriesen, dass bereits Honig und Essig allein eine Kraft besitzen, das Gemisch jedoch eine so große Kraft, wie die einzelnen Zutaten es niemals schaffen würden.

 

Basis Oxymel

3 Teile Honig (Sommerblütenhonig, Akazienhonig usw.)

1 Teil Essig (Wir haben bei diesen Rezepten immer einen Apfelessig verwendet.)

Gläser zuerst steril machen. Die beiden Zutaten gut miteinander vermischen. Sollte die Konsistenz zu dickflüssig sein, dann könnte man noch einen Teil Quellwasser oder Mineralwasser hinzugeben. Oxymele werden dunkel und kühl gelagert. Das Basis Oxymel kann natürlich bereits zum Einsatz kommen, ob in der Küche oder als Zugabe zum Wasser.

Bei den Verhältnissen und Zugaben von weiteren Zutaten gibt es viele Möglichkeiten. Man kann das Basis-Oxymel auch mit 2 Teilen Honig und 1 Teil Essig oder 1 Teil Honig und 1 Teil Essig herstellen. Hier ist die Experimentierfreude und natürlich auch der persönliche Geschmack gefragt. Bei unserer Recherche sind wir auch auf Überlieferungen der traditionellen und weit in die Geschichte hineinreichende Anwendungen und Zubereitungsarten von Oxymele gestoßen, wo z. B. Salz oder auch Wasser hinzugesetzt wurde.

Die Oxymele werden kalt zubereitet, so verlieren wir die wirkungsvollen Stoffe im Honig nicht, von denen manche sehr hitzesensibel sind.

Bei den weiteren Rezepten mit den ausgewählten Heilpflanzen haben wir immer 2 Teile des Basis Oxymels und 1 Teil Kräuter verwendet. Dies ist unsere Grundlage für das Experimentieren 😊

 

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Hier brauchen die Tannenspitzen noch.

 

Waldduft-Oxymel

2 Teile Basis Oxymel

1 Teil zusammengesetzt aus Lärchennadeln, Fichten- und Tannenspitzen (Tannenspitzen bitte nur, wenn ihr euch ganz sicher seid. Denn hier besteht die Verwechslungsgefahr mit der giftigen Eibe!!!)

Glas steril machen. Die Spitzen und Lärchennadeln klein schneiden.Zuerst das Basis-Oxymel ins Glas geben und dann die klein geschnittenen Spitzen und Nadeln hinzgeben und verrühren. Bei diesen Zutaten gilt besonders ein achtsames Sammeln. Die Spitzen nur von Seitenästen nehmen, nie den Haupttrieb und von mehreren verschiedenen Bäumen sammeln! Ggf. den Förster/-in bzw. Waldbesitzer/-in fragen. Das Oxymel kann hervorragend für Dressings oder als zitronige Note bei Süßspeisen verwendet werden, aber auch als Hustensirup.

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Tannenspitzen - Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit der giftigen Eibe! Nur pflücken, wenn ihr Euch zu hundert Prozent sicher seid!

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Fichtenspitzen - ganz zart und ein Geschmack nach Zitrone!

 

Wiesendudler-Oxymel

2 Teile Basis Oxymel

1 Teil Kräuter (Löwenzahnblüten, Spitzwegerich, Brennnessel, Giersch, Gänseblümchen, Gundermann)

Glas wieder steril machen. Die Kräuter klein schneiden und wie beim Waldduft-Oxymel weiter verfahren. Wir haben diesmal Frühlingskräuter verwendet. Aber das Rezept kann natürlich auch später mit den Sommerkräutern ausprobiert werden und ganz nach Belieben variiert werden. Versucht doch mal mit der kommenden Holunderblüte, statt einem Sirup, ein Oxymel mit Holunderblüten anzusetzen.
Wir verwenden das Wiesendudler-Oxymel, um erfrischene Limonaden zuzubereiten oder auch als Topping für alkoholische, spritzige Getränke.

 

Blütenduft-Oxymel

2 Teile Basis Oxymel (Für dieses Rezept haben wir das Basis-Oxymel mit einem Akazienhonig angesetzt.)

1 Teil Blüten, zusammengesetzt aus Apfel-, Kirsch- und Schlehenblüten

Hier versuchen wir, den wunderbaren Duft der (Wild-) Obstbäume/-sträucher einzufangen und hoffen, dass wir den Duft nach Frühling sozusagen mit in den Sommer bzw. in den Winter mitnehmen können. Wir sind gespannt wie es wird und möchten dieses Oxymel vorwiegend für Limonaden und Dressings verwenden. Wir haben wirklich immer nur ein paar Blüten von einem Baum genommen. Hier wirklich sehr achtsam sammeln!

 

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Der Ansatz des Blütenduft-Oxymels

 

Kontraindikationen

- Bei akuten Magenerkrankungen, Reizungen der Speiseröhre und bei akuten entzündlichen Schüben von Rheuma und Gicht bitte nicht einnehmen.
- Natürlich auch nicht benutzen, falls jemand Essig und Honig nicht verträgt.
-
Bei Kleinkindern, 6 Monate bis 3 Jahre, sollten die Oxymele abgekocht werden. Dies ist zurückzuführen auf die fehlende Immunität gegenüber Bakterien der Clostridium botulinum.

 

Die wichtigsten Tipps für die Zubereitung, Lagerung und Dosierung im Überblick

1. Jetzt bereiten wir die Oxymele mit frischen Zutaten zu, da die Natur uns gerade ihre Schätze zur Verfügung stellt. Ein Oxymel kann jedoch auch mit getrockneten Kräutern hergestellt werden. Hier gibt Gabriela Nedoma die Empfehlung, dass die Kräuter zuerst pulverisiert werden, dann mit etwas Quellwasser oder Essig befeuchtet, damit der Auszug so beschleunigt wird. Da in den getrockneten Kräutern die Wirkstoffe konzentrierter vorliegen, gibt Gabriela Nedoma den Hinweis 1 Teil pulverisierte Kräuter auf 10 Teile Basis-Oxymel. Mit getrockneten Kräutern haben wir die Zubereitung bisher noch nicht ausprobiert.

2. Wir empfehlen Gläser mit einer breiteren Öffnung. Keine Plastikverpackungen verwenden.

  • 3. Oxymele werden in der Regel zwischen zwei bis vier Wochen an einem kühlen, dunklen Ort extrahiert. Am besten schüttelt ihr den Auszug gelegentlich. Nach der Ziehzeit können die Pflanzen mit einem feinen Sieb oder Teefilter abgeseiht werden. Diese bitte nicht wegwerfen - der pflanzliche Rückstand bei der Herstellung des Oxymels kann getrocknet und zu Asche verbrannt werden. Hierzu wird es gesondert einen Blogartikel geben.
  • 4. Die Oxymele bei Temperaturen unter 10 °C und an einem dunklen Standort lagern. So sind die Oxymele mindestens ein Jahr haltbar.
  • 5. Zu empfehlen sind Küchengeräte ohne Metall.
  • 6. Einnahme: Oxymel kann zur Immunstärkung und Krankheitsprophylaxe bei Erwachsenen täglich mit etwas Wasser oder lauwarmen Kräutertee verdünnt eingenommen werden. Falls man eine Kur machen möchte, nimmt man drei Mal täglich 1-2 EL Oxymel verdünnt ein. Morgens startet man auf nüchternem Magen eine halbe Stunde vor dem Frühstück. Bitte bei Kuren beachten: Niemals dauerhaft einnehmen, dies ist eine allgemeine Regel bei der Einnahme von Heilpflanzen in jeglicher Form. Oxymele können als Kur drei Wochen lang eingenommen werden und dann soll eine Woche Pause folgen. Für Kinder bei Fieber oder zur Immunstärkung empfiehlt sich die Einnahme von 1-2 EL der Oxymel-Tinkturen mit Wasser oder Saft verdünnt.

7. Im Oxymel lassen sich folgende Inhaltsstoffe lösen: ätherische Öle, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Scharfstoffe, Anthocyane, Flavonoide, Carotine und Vitamine. SChwer löslicher sind Harze, Mineralstoffe, Wachse und Öle. Deshalb z. B. bei Nadelbäumen die Pflanzenteile gut klein schneiden, mörsern oder sogar pulverisieren.

 

Ihr seht, Oxymele sind so flexibel beim Zubereiten und bei den Verwendungsmöglichkeiten. Wir hoffen, dass wir Euch ein wenig mit unserer Freude am Experimentieren angesteckt haben und wünschen Euch dabei ganz viel Freude!

 

 

Wichtiger Hinweis: Die in dem Artikel enthaltenen Informationen wie Anwendungsvorschläge, Rezepte, Angaben wurden nach aktuellen Wissensstand sorgfältig recherchiert, erfolgen aber ohne Gewähr. Es bleibt in der alleinigen Verantwortung des Lesers, die Angaben aus dem Artikel einer eigenen Prüfung zu unterziehen. Werden Methoden und Rezepte aus diesem Artikel angewendet, dann geschieht dies auf eigene Verantwortung und Haftung. Die Informationen ersetzen keinesfalls eine ärztliche Diagnose oder Therapie.

Quellen:

Bühring Ursel (2007): Alles über Heilpflanzen. Erkennen, anwenden, gesund bleiben. Ulmer Verlag. Stuttgart
Hirsch Siegrid, Grünberger Felix (2018): Die Kräuter in meinem Garten. Kopp Verlag. Rottenburg
Nedoma Gabriela (2019): Das Grosse Buch vom Oxymel. Medizin aus Honig und Essig. Kampenwand Verlag. Vachendorf
Nedoma Gabriela (2017): Vergessene Heiltinkturen. Alkoholfreie Pflanzenextrakte und ihre heilkundlichen Anwendungen. Servus Verlag. Wals bei Salszburg
KUBZ Abtei Waldsassen in Zusammenarbeit mit Brunner, Sabine und Müller, Cornelia (2019): Faszination Kräuterwissen: Heilpflanzen, Anwendungen und Rezepte aus dem Klostergarten. Buch- und Kunstverlag Oberpfalz in der Battenberg Gietl Verlag GmbH. Regenstauf

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