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Kuhblume, Apothekerkraut, Muichscheck, Bettseicher, Pusteblume...

14.05.2019

DSC 0296Gelb – die derzeitige dominierende Farbe in unserer Klosterlandschaft. Nein, wir meinen jetzt nicht den Raps, sondern den Löwenzahn,  auch genannt:  „Das strahlende Gold“ . Jeder kennt ihn, manche schätzen ihn als Heilpflanze und Delikatesse, andere dagegen haben den Kampf gegen das von demjenigen bezeichnete „Unkraut“ noch nicht aufgegeben und werden wahrscheinlich auch in den kommenden Jahren dem Löwenzahn mit dem Wurzelstecher hinterherjagen.

Der Gewöhnliche Löwenzahn begleitet bestimmt jeden bereits seit seiner Kindheit. Ob wir ihn als Muichscheck für die Hasen als Futter sammeln mussten oder wie wir – aufgepasst – durch die HOCH gewachsene Wiese rannten und damit die unzähligen Samen aus den vormals puscheligen weißen Kugeln verstreuten – jeder hat bestimmt eine Erinnerung an die allzeit begleitende Butterblume.

Oft denkt man sich, wie kann denn der Löwenzahn aus dieser winzigen, kleinen Ritze an der Steinmauer wachsen? Überall - an jeder Straßenecke, an Wegrändern, auf Ödland – der Löwenzahn schafft es sogar durch den Teer immer zur vollen Blüte. Es steckt auch allerlei Kraft in der meist unscheinbaren Heilpflanze. Inhaltsstoffe wie Provitamin A, die Vitamine B und C, Bitterstoffe und Gerbstoffe sind in den Blättern enthalten.  Den Namen „Bettseicher“ hat der Löwenzahn dem harntreibenden Wirkstoff „Taraxacin“ zu verdanken.

Leider wird der Löwenzahn oft nur als lästiges „Unkraut“ angesehen. Im Kloster- und Naturerlebnisgarten hören wir den Begriff „Unkraut“ nicht gerne, eigentlich gibt es diesen Begriff hier bei uns gar nicht, denn wir essen das „Unkraut“ lieber auf oder verarbeiten es auf eine andere Art und Weise, zum Beispiel setzen wir Öle für unsere Workshops im Bereich „Naturkosmetik“ an, oder wir lassen es bewusst als Nahrungsquelle für die Insekten stehen.

BEI UNS GIBT`S KEIN UNKRAUT!

Um Sie noch mehr für die Heilpflanze zu begeistern, haben wir bereits im letzten Jahr an einem Rezept für einen Löwenzahnblütensirup herumexperimentiert und dies möchten wir Ihnen auf keinen Fall vorenthalten.

DSC 0046Sammeln Sie bei Sonnenschein ca. 200 Löwenzahnblütenköpfe und legen Sie diese erst einmal eine Zeit lang ausgebreitet auf einem Geschirrtuch aus. So suchen die noch versteckten Käferchen endgültig das Weite. Danach schneiden Sie drei Bioorangen in Scheiben und geben diese zusammen mit den Löwenzahnblüten, Wasser (1 Liter) und Rohrzucker (1 kg) in einen Topf und kochen dies ein. Über Nacht lassen Sie die Flüssigkeit erst einmal stehen. Die Blüten sollten von der Flüssigkeit schön überdeckt sein. Nach der Wartezeit sieben Sie die Flüssigkeit ab und drücken die Blüten aus. Vor dem Aufkochen geben Sie noch den Saft einer halben Biozitrone dazu. Die heiße Flüssigkeit füllen Sie in abgekochte Flaschen ab.

 ca. 200 Löwenzahnblütenköpfe
1 Liter Wasser
1 kg Rohrzucker
3 Bioorangen
Saft einer halben Biozitrone

Unsere Erfahrung war, dass man den Sirup nach Anbruch am besten im Kühlschrank aufbewahrt und zügig aufbraucht. Der Sirup kann zum Süßen des Frühstückstees oder auf das Butterbrot geschmiert werden. Der Sirup kann auch als vegane Alternative zum Honig verwendet werden.

Außerdem zu empfehlen - für Kenner eine wahre Delikatesse - sind gebratene Löwenzahnblütenknospen. Mit den einzelnen Löwenzahnblütenblättern können Sie auch eine schmackhafte Löwenzahnbutter, abgeschmeckt mit ein wenig Honig, zubereiten oder die Blätter als Dekoration auf dem Butterbrot nutzen. Mit den Löwenzahnblättern können Sie Ihren Salat aufpeppen. Gekocht sind die Löwenzahnblätter wie Spinat zu verwenden.

Sie merken, der Löwenzahn ist eine vielfältig einsetzbare Heilpflanze, leider allzu oft vergessen und nicht beachtet. Denken Sie einfach das nächste Mal bei Ihrem Gartengang daran, dass wir das derzeit sehr trendige Superfood wie Chia, Goji oder Acai, leicht durch heimisches "Superfood", unsere Wildkräuter vor der Tür, ersetzen können.

Liebe Grüße aus dem Kloster- und Naturerlebnisgarten!

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